Vodafone baut sein Netz weiter aus
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Nicht überall UMTS verfügbar
Seit der Einführung von UMTS, haben die Mobilfunkanbieter das Netz flächendeckend ausgebaut. Mobiles Internet kann deshalb bis in die entlegensten Regionen genutzt werden. Dabei ergibt sich allerdings ein Problem: Da sich die ländlichen Regionen unter Umständen nicht lohnen, verliert das Versorgungsnetz an Dichte. Mobiles Internet via UMTS wird dann unter Umständen nicht möglich. Geht das System verloren, dann wird automatisch GSM empfangen – die zweite Mobilfunkgeneration. Die Einschränkungen in der Geschwindigkeit sind groß und daher ist das Internet mit Laptop oder Mobiltelefon wesentlich langsamer und nahezu unbrauchbar.
Vodafone baut EDGE aus
Auch Vodafone hat ähnliche Probleme. Obwohl mehr als drei Viertel aller Einwohner UMTS problemlos empfangen können – ein Spitzenwert unter den Anbietern – bleibt noch immer ein kleiner Rest der Bundesrepublik nahezu unversorgt. Die Lösung des Anbieters ist recht einfach und doch sehr wirkungsvoll: EDGE. Damit lässt sich zwar die Geschwindigkeit von UMTS nicht erreichen, doch immerhin rund die Hälfte der Datenübertragung wird durch dieses Verfahren erreicht. EDGE nutzt dabei die gleichen GSM-Kanäle, wie sie auch bei der GPRS-Modulation eingesetzt werden. Die Anzahl der Bits erhöht sich allerdings um den Faktor drei, weshalb die Übertragung der Daten wesentlich schneller erfolgt. Das System wurde bereits 2006 in Deutschland eingeführt und auch die Telekom hat ein flächendeckendes Netz aufgebaut. Um E-Mails zu lesen oder einfache Seiten zu laden, ist EDGE tatsächlich eine Alternative zu UMTS. Während GSM alleine zu einer langen Wartezeit führen kann, ist bei EDGE der Unterschied zu UMTS wesentlich geringer und fällt unter Umständen kaum auf.
Gerade im ländlichen Raum kann die Technik derzeit eine echte Alternative sein. Hier findet sich kein DSL und auch UMTS ist nicht unbedingt überall verfügbar. Die Gebiete, in denen beide Systeme nicht vorhanden sind, sind derzeit recht gering. Dennoch gibt es noch einige wenige „Weiße Flecken“ auf der Internetlandkarte. Wer mobiles Internet nutzen muss, weil ihn geschäftliche oder private Gründe dazu zwingen, dem blieb bislang nur die Möglichkeit, im GSM-Netz zu surfen. Zwar verwendeten andere Anbieter EDGE für diese Regionen, doch der Ausbau wurde nicht forciert. Derzeit kann es allerdings eine echte Alternative zu UMTS sein – vorausgesetzt, dass keine aufwändigen Aufgaben erledigt werden sollen.
Vodafone hat mit der Einführung von EDGE allerdings seine Verfügbarkeit und sein Netz weiter perfektioniert. Derzeit gibt es keinen anderen Anbieter, der in der Lage ist, mobiles Internet auch in den entlegensten Regionen mit Geschwindigkeiten zu versorgen, die akzeptabel sind. Damit baut der Mobilfunkanbieter seine Vorteile noch weiter aus.
Wird EDGE von LTE abgelöst?
Gerade für den ländlichen Raum dürfte die Möglichkeit allerdings eine vorübergehende Möglichkeit sein. Derzeit beginnt Vodafone mit dem Ausbau von Long-Term-Evolution (LTE), das gerade in den Gebieten, die bisher UMTS-frei sind, durchaus eine Alternative zu DSL sein kann. Da es zur Unternehmensphilosophie des Herstellers gehört, mobiles Internet auch in entlegene Regionen zu transportieren, dürfte der Ausbau schnell vorangehen. Deshalb wird GSM in der Zukunft wahrscheinlich komplett überflüssig werden. EDGE wird also nur noch einige wenige Jahre die Arbeit von UMTS übernehmen müssen. Wie lange es dauern wird, bis die vollständige Versorgung mit LTE gewährleistet ist, kann noch nicht genau gesagt werden. Bis dahin wird Vodafone allerdings über das am besten ausgebaut Netz verfügen.

