mobiles Internet via LTE
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Was ist Long Term Evolution (LTE)?
LTE ist ein mobiles Internet. Es wird als Nachfolger des derzeit noch üblichen UMTS ausgebaut. Die Technologie soll ermöglichen, mobiles Internet zu einem Massenmarkt zu machen. Dies soll vor allem dadurch erreicht werden, dass Mobilfunkanbieter die Möglichkeit erhalten hochratige Datendienste anzubieten. Insgesamt soll LTE die Möglichkeit bieten, Videotelefonie flüssiger und problemloser zu übertragen und über das Internetprotokoll abzufertigen. Gleichzeitig sollen Spiele und Ähnliches wesentlich flüssiger gespielt werden können.
Derzeit ist dies mit dem UMTS-Netz noch nicht möglich. Spiele sind zeitkritisch und können mit dem derzeitigen Standard noch nicht flüssig gespielt werden, wenn sie über eine hohe Datenrate verfügen. Dies ist damit begründet, dass UMTS noch immer nicht in der Lage ist, die Datenrate des DSL zu erreichen. Ein Umstand, der durch LTE beseitigt werden soll.
Welche Frequenzen werden für LTE verwendet?
Um mobiles Internet zu verwenden, werden verschiedene Frequenzen eingesetzt. Die Versteigerung der LTE-Frequenzen fand 2010 statt. Versteigert wurden hierbei die Frequenzen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz. Gerade die Frequenzen von 800 MHz und 2,6 GHz werden dabei von vier verschiedenen Anbietern genutzt werden. Diese Frequenzen sollen schließlich mobiles Internet durch einen drahtlosen Zugang zu den Diensten der Telekommunikation ermöglichen.
Die Vergabe der Frequenzen um 800 MHz war allerdings lange Zeit umstritten. Die Frequenzen werden nicht ausschließlich für den Mobilfunk verwendet, wie dies bei den 1,8 und 2 Ghz-Frequenzen der Fall war. Auch die regulären Fernsehsignale und bestimmte technische Geräte verwenden nach wie vor diese Frequenz. Mobiles Internet könnte sich deshalb zu einem Problem für genau diese technischen Einrichtungen entwickeln, da hier eine Überschneidung und Störung vorkommen kann.
Ausbau des LTE Netzes
Derzeit sieht es so aus, als würden zunächst die großen Städte mit dem neuen Standard versorgt werden. Köln wird die erste Stadt sein, die über mobiles Internet mit LTE verfügt. Aber auch Stadtstaaten sollen mit dem Standard versorgt werden. Bremen, Hamburg und Berlin werden derzeit als Ballungszentren ins Visier der Anbieter genommen. Hier wird die neue Technologie voraussichtlich zunächst den großen Unternehmen angeboten, die mit dem Standard Tests durchführen werden. Die ländlichen Regionen werden derzeit von den Anbietern noch wenig berücksichtigt. Einige regionale Zentren sind allerdings bereits mit LTE versorgt. Bis die Anbieter flächendeckend LTE anbieten, wird es wohl noch einige Jahre dauern.
Allerdings muss schon hier berücksichtigt werden, dass es derzeit nur wenige Endgeräte gibt, die überhaupt in der Lage sind, LTE zu verarbeiten. Inzwischen gibt es Modems für den Empfang des mobilen Internets. Doch die sind noch nicht standardmäßig in die Endgeräte eingebaut.
Obwohl noch zu wenige Endgeräte für den Standard zur Verfügung stehen, haben einige Hersteller bereits begonnen, Technologien zu verwirklichen, die den Standatd LTE-Evolution verarbeiten können. Während LTE noch immer die dritte Generation (3.9G) darstellt, verwirklichen die Hersteller bereits die vierte Generation von mobilem Internet. Damit sind sie der Zeit deutlich voraus. Wenn bei diesen Herstellern bereits die höhere Generation entwickelt wurde, dürften die ausgerüsteten Endgeräte bereits den Nachfolgestandard verarbeiten können. Dies hat vor allem für den Konsumenten Vorteile, der dann auch späterhin die Geräte nutzen kann.

